[Kurzrezension] Museum of Heartbreak – Meg Leder

Jun
25
Museum of Heartbreak Book Cover Meg Leder
Museum of Heartbreak
cbj
25.07.2016
320
Museum of Heartbreak
Henriette Zeltner
Buch

Klappentext

Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 16-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.

Meinung

Die Idee das Buches finde ich großartig und sie wurde von der Autorin auch gut umgesetzt. Man merkt allerdings, dass das Buch eher für das jüngere Publikum geschrieben ist, was meiner Leselaune aber keinen Abbruch tat. Penelope als Charakter hat mir gut gefallen, auch wenn sie an einigen Stellen schon sehr naiv war. Eph und Audrey, ihre beiden besten Freunde, hingegen haben mir am Besten gefallen. Besonders Eph habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil ist wunderbar und zwischenzeitlich auch sehr lustig. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Meg Leder bestimmte Dinge beschrieben hat (siehe auch die beiden Zitate). Ihr flüssiger und unterhaltender Schreibstil hat es mir sehr einfach gemacht, in das Buch zu finden (auch wenn der Beginn mit den Dinosauriern doch recht seltsam war).
Gut gefallen haben mir auch die vielen Anspielungen. Ich mag es nicht, wenn in Büchern Dinge nicht beim Namen genannt werden. Wenn da aus den Spice Girls die Gewürzmädchen werden oder Nutella mal schnell zur Nuss-Nougat-Creme, würde ich am liebsten gleich aufhören zu lesen. Das ist in diesem Buch aber zum Glück nicht der Fall. Da gibt es Anspielungen auf Buffy, Twin Peaks, Penelope liebt KitKat Dark und so weiter. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das bringt mich tiefer in die Welt des Buches.
Dennoch hat mir letztendlich das Besondere an diesem Buch gefehlt. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch hatte ich mir letztendlich mehr erwartet.

Lieblingszitate

Ich besaß 8 linke Füße – ich war wahrlich ein Oktopus der gehemmten Bewegung, wenn Musik erklang.
Seite 39

Jede Nervenbahn in meinem Körper war ein Sonnensystem mit Sternen, Explosionen, Licht und leuchtenden Monden.
Seite 111

Fazit

“Museum of Heartbreak” ist ein kurzweiliges Buch, das mich zwar unterhalten hat, aber nicht ganz überzeugen konnte.

Buchwolke

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Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Kurzrezension] Ich und die Walter Boys – Ali Novak

Jun
25
Ich und die Walter Boys Book Cover Ali Novak
Ich und die Walter Boys
cbj
08.08.2016
448
My Life with the Walter Boys
Michaela Link
Buch!

Klappentext

Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Mit einer Lawine unvorhersehbarer Ereignisse: 1. Jackie steht plötzlich alleine da. 2. Sie muss zu ihrer Vormundfamilie, den Walters, nach Colorado ziehen. 3. Die Walters haben nicht nur Pferde, sondern auch zwölf Söhne! Mitten in der Pampa, allein unter Jungs von 6 bis 21, für die Privatsphäre ein Fremdwort ist, lautet Jackies erster Gedanke: Nichts wie weg. Und ihr zweiter: Moment … ein paar der Kerle sehen unfassbar gut aus!

Meinung

Jackie war mir von Anfang an sehr sympatisch. Obwohl sie aus einer komplett anderen Welt (ohne ordinären Jeans, dafür aber mit Privatschule) kommt, ist sie von Anfang an sympatisch. Das mag auch daran liegen, dass es gar nicht anders geht, als mit ihr mitzufühlen. Ihre komplette Familie ist tot und nun muss sie bei einer Freundin ihrer Mutter unterkommen. Wäre vielleicht gar nicht so schlimm, würde sie nicht mitten in der Pampa wohnen und dazu auch noch 12 Söhne haben. Jackie schlägt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten aber wunderbar und es machte mir sehr großen Spaß, die ganze Bande zusammen mit ihr kennen zulernen.
Das wurde auch brillant dadurch vereinfacht, dass jeweils auf der Innenseite des Vorder- und Rückcovers eine Übersicht mit allen Jungs zu finden ist. Da werden sie kurz vorgestellt, so dass man auch zwischendurch mal schnell nachsehen kann, wer da eigentlich wer ist.
Dieses fiel mir aber schnell sehr leicht, denn die Autorin hat es geschafft, allen Akteuren in diesem Buch einzigartige Persönlichkeiten zu geben. Und das ist nun wirklich nicht einfach, bei der großen Anzahl an handelnden Personen.
Auch die Beziehungen untereinander hat Ali Novak wunderbar dargestellt. Es war großartig, mitzuerleben, mit wem Jackie sich anfreundet und zwischen wem da dann vielleicht doch Funken fliegen.
Funken sind auch ganz besonders bei den Dialogen geflogen. Die sind herrlich schlagfertig und haben mich oft laut auflachen lassen.

Lieblingszitat

Die weißen Laken über den Möbeln, die sie vor Staub schützen sollten, schienen auch meine Gedanken und Erinnerungen in Schach zu halten.
Seite 11

Fazit

“Ich und die Walter Boys” ist ein wunderbares Sommerbuch und liest sich am Stück weg.

Buchwolke

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Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.