[Kurzrezension] Teufelsgold – Andreas Eschbach

Jun
25
Teufelsgold Book Cover Andreas Eschbach
Teufelsgold
Bastei Lübbe
09.09.2016
511
Buch

Klappentext
Auf der Jagd nach dem Stein der Weisen – Wer sind die Alchemisten unserer heutigen Zeit?
Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte.
Oder öffnet er die Pforten der Hölle?
Meinung

Der Stein der Weisen… soviel hat man schon darüber gehört und ich war extrem neugierig, als ich hörte, dass sich Andreas Eschbach (dessen “Jesus Video” ich absolut liebe), sich des Themas angenommen hat. Besonders den Anfang fand ich da auch extrem spannend. Die Geschichte spielt in 2 Zeiten. Ein Strang der Geschichte, mit dem Protagonisten Hendrik, verläuft in der gegenwart, der andere spielt um 1295. Besonders die Szenen in der Vergangenheit fand ich da zu Beginn spannend, was auch der Tatsache geschuldet war, dass diese Abschnitte auch in altertümlicher Sprache geschrieben waren. So wurde ich tatsächlich richtig in die Geschichte hereingezogen. Leider wurden mir diese Abschnitte im Verlauf des Buches teilweise zu verworren und ich konnte dem ganzen nicht mehr ganz folgen. In der Gegenwart passiert aber auch Einiges. Besonders die Entwicklung von Hendrik hat mir da gut gefallen. Die geht nämlich mal nicht aufwärts, sondern Seite für Seite abwärts. Man bekommt praktisch live mit, wie die Spirale für ihn immer weiter nach unten geht.
Gut hat mir gefallen, wie dann beide Handlungsstränge am Ende zusammen kommen, was auch noch einige offene Fragen geklärt hat. Das Ende als solches kam mir aber zu plötzlich und war auch recht unspektakulär, da hätte ich mir eindeutig mehr erhofft.

Lieblingszitate

Die Worte fielen in das umfassende Schweigen wie Kiesel in das Wasser eines spiegelklaren Sees, lösten Wellen aus, die sanft verliefen.
Seite 399 (laut E-Reader)

Fazit

Alles in Allem hat mich das Buch zwar unterhalten, hat sich aber, besonders zum Ende hin sehr gezogen.

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Vielen Dank an den Bastei Lübbe-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Kurzrezension] Museum of Heartbreak – Meg Leder

Jun
25
Museum of Heartbreak Book Cover Meg Leder
Museum of Heartbreak
cbj
25.07.2016
320
Museum of Heartbreak
Henriette Zeltner
Buch

Klappentext

Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 16-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.

Meinung

Die Idee das Buches finde ich großartig und sie wurde von der Autorin auch gut umgesetzt. Man merkt allerdings, dass das Buch eher für das jüngere Publikum geschrieben ist, was meiner Leselaune aber keinen Abbruch tat. Penelope als Charakter hat mir gut gefallen, auch wenn sie an einigen Stellen schon sehr naiv war. Eph und Audrey, ihre beiden besten Freunde, hingegen haben mir am Besten gefallen. Besonders Eph habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil ist wunderbar und zwischenzeitlich auch sehr lustig. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Meg Leder bestimmte Dinge beschrieben hat (siehe auch die beiden Zitate). Ihr flüssiger und unterhaltender Schreibstil hat es mir sehr einfach gemacht, in das Buch zu finden (auch wenn der Beginn mit den Dinosauriern doch recht seltsam war).
Gut gefallen haben mir auch die vielen Anspielungen. Ich mag es nicht, wenn in Büchern Dinge nicht beim Namen genannt werden. Wenn da aus den Spice Girls die Gewürzmädchen werden oder Nutella mal schnell zur Nuss-Nougat-Creme, würde ich am liebsten gleich aufhören zu lesen. Das ist in diesem Buch aber zum Glück nicht der Fall. Da gibt es Anspielungen auf Buffy, Twin Peaks, Penelope liebt KitKat Dark und so weiter. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das bringt mich tiefer in die Welt des Buches.
Dennoch hat mir letztendlich das Besondere an diesem Buch gefehlt. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch hatte ich mir letztendlich mehr erwartet.

Lieblingszitate

Ich besaß 8 linke Füße – ich war wahrlich ein Oktopus der gehemmten Bewegung, wenn Musik erklang.
Seite 39

Jede Nervenbahn in meinem Körper war ein Sonnensystem mit Sternen, Explosionen, Licht und leuchtenden Monden.
Seite 111

Fazit

“Museum of Heartbreak” ist ein kurzweiliges Buch, das mich zwar unterhalten hat, aber nicht ganz überzeugen konnte.

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Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.