[Rezension] Das Ende ist erst der Anfang – Chandler Baker

Jul
24
Das Ende ist erst der Anfang Book Cover Chandler Baker
Das Ende ist erst der Anfang
Thienemann
17.07.2018
400
This is not the End
Gerda Bean
Buch!

Klappentext

In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes erste Wahl sein. Doch gerade sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Lake steckt in einem Dilemma, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt …

Meinung

Was für ein Buch! Es kommt so unscheinbar daher, mit diesem schlichtem schwarz-weißen Cover. Doch zwischen den Seiten des Covers explodiert es förmlich mit großartigen Charakteren, Gefühlen und einem Schreibstil, der mich von der ersten Seite an sogartig in das Buch gezogen hat. Ich bin verliebt in dieses Buch und habe definitiv ein neues Lieblingsbuch gefunden!

Die Welt, in der Protagonistin Lake lebt, ist mehr oder weniger eine alternative Realität. Letztendlich ist ihre Welt genauso wie unsere, mit Ausnahme der Tatsache, dass jeder Mensch an seinem 18. Geburtstag die Chance hat, jemanden von den Toten aufzuerwecken. Lake, die fast 18 ist, hat diese Tatsache immer im Hinterkopf, haben ihre Eltern doch schon vor langem beschlossen, dass ihre Wahl auf ihren Bruder Matt fallen soll, der nach einem Sturz von einem Baum im Rollstuhl sitzt und durch die Resourrection wieder laufen könnte. Dafür müsste er vorher sterben und könnte dann von ihr wiedererweckt werden. Dieses wäre jetzt erstmal gar nicht so ein großes Problem, doch nur wenige Wochen vor ihrem 18. Geburtstag haben ihr Freund Will, ihre beste Freundin Penny und Lake einen Autounfall, bei dem Will und Penny sterben. Was nun? Und das ist die Frage, der in diesem Buch großartig und das ohne Kitsch und Pathos auf den Grund gegangen wird. Denn denkt doch selbst mal darüber nach… wie würdet ihr Euch entscheiden? Für den Bruder, der zwar im Rollstuhl sitzt, aber immerhin noch lebt? Für euren Freund? Für eure beste Freundin? Könntet ihr Euch überhaupt für jemanden entscheiden? Eine unmögliche Wahl, oder?

Lake steht genau vor diesem Problem. Und ihre Zerrissenheit und Verzweiflung war auf jeder einzelnen Seite spürbar. Es wäre ja schon schlimm genug, dass sie mit dem Tod von Will und Penny klar kommen muss, doch diese Entscheidung, die sie plötzlich treffen muss, ist einfach zu viel für einen einzelnen Menschen. Denn abgesehen von dem Druck, den sie sich selbst macht, bekommt sie Druck von ihren Eltern, die wollen, dass sie ihre Resourrection-Möglichkeit für ihren Bruder benutzt, aber auch von den Eltern von Will und Penny, die sie ebenfalls dazu drängen wollen, sich für ihr Kind zu entscheiden. Dieser Druck war so plastisch und fühlbar, dass selbst ich mich beim Lesen eingeengt gefühlt habe. Denn wirklich: wie soll Lake sich denn da entscheiden? Sie liebt alle drei, es ist eine grausame Entscheidung.

Und gerade weil sie mit all dem umgehen muss, hat mir Lake als Charakter so extrem gut gefallen. Sie ist stark, schwach, sie liebt und hasst, sie ist zerrissen und doch ganz. Chandler Baker hat es geschafft, Lake so menschlich und nachvollziehbar zu machen, dass ich das Gefühl hatte, sie schon lange zu kennen. Das habe ich schon lange nicht mehr gehabt, dass ich diese unmittelbare Verbindung zu einem Buchcharakter empfinde. Lake ist einfach großartig und ich habe mit ihr geweint, gelacht, gelitten und gehofft.
Sehr gut gefallen hat mir da auch ihre Beziehung zu ihrem Bruder Matt. Vor seinem Sturz vom Baum waren sie ein Herz und eine Seele, doch seitdem lässt er sie nicht mehr an sich heran. Wenn auch nie aus seiner Sicht erzählt wurde, so wird doch deutlich, wie sehr er leidet. Nicht nur unter der Tatsache, dass er vom Hals an kein Gefühl mehr hat, sondern auch unter den Schmerzen und ganz einfach unter der Tatsache, dass sein Leben sich auf ein Minimum im Vergleich zu vorher reduziert hat. Durch diese Umstände ist Matt so extrem negativ und gemein anderen Menschen, besonders aber Lake gegenüber, dass ich ihn manchmal gerne gegen die Wand geklatscht hätte. Die Autorin hat zwischendurch auch gut dargestellt, welche Probleme Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft haben. Da wird schon der Ausflug zu einem Restaurant zu einer logistischen Meisterleistung. Aber auch die Verzweiflung von Matt über seine Situation wurde sehr überzeugend beschrieben. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Beiden zwischendurch trotzdem immer wieder eine Verbindung zwischen einander herstellen.
Aber auch die anderen Charaktere, wie ihr Freund Will, ihre beste Freundin Penny oder auch Ringo, den sie bei ihrer Therapeutin kennen lernt, haben mich überzeugt. Sie alle sind eigene Persönlichkeiten, die ihre Eigenarten haben und dadurch besonders werden. Ich hatte nach der Lektüre das Gefühl, sie alle zu kennen und gerade deswegen war Lakes Zerrissenheit wegen ihrer nahenden Entscheidung zu greifbar.

Der Schreibstil ist einfach nur großartig. Fast schon poetisch. Ich war von der ersten Seite an komplett gebannt und begeistert.
Doch nicht nur wie sie schreibt, sondern auch was sie schriebt hat mir gefallen. So sind zum Beispiel die Kapitel mehr oder weniger ein Countdown. Die Tage vom Unfall bis zu Lakes Geburtstag werden heruntergezählt. Zwischendurch werden Kapitel aus der Vergangenheit eingestreut, die erklären, wie Lake Will und Penny kennengelernt hat und wie sich ihre ganz besondere Freundschaft entwickelt hat. Aber auch Matt wird in den Rückblenden transparenter und greifbarer.
Mir hat es auch sehr gut gefallen, wie viele unvorhergesehene Wendungen es gab. Ich habe eigentlich nichts davon kommen sehen und gerade das ist großartig. Es gibt doch nichts besseres, als wenn man als Leser wirklich überrascht und mitgenommen wird. Und das hat dieses Buch von der ersten bis zur (viel zu schnell kommenden) letzten Seite geschafft. Ein kleines Juwel, das sich mehreren schwierigen Themen annimmt und das ich jedem nur empfehlen kann!

Lieblingszitate

Sein Rückrat zersplitterte wie dünnes Eis unter einem Fußtritt, Eis, dass sich wie spinnwebartige Adern verzweigte, die die Welt zerbrachen – in ein Vorher und ein Nachher.
Seite 10 (laut E-Reader)

Der Wunsch, Will zu sehen, ist überwältigend. Die Tatsache, dass er tot ist, ist irgendwie nebensächlich, aber dies meinen Eltern zu erklären, würde mehr Worte verlangen, als ich in mir habe.
Seite 31 (laut E-Reader)

So, wie ich es formuliert habe, klingt es endgültig. Wie der Punkt am Ende eines Satzes am Ende eines Absatzes am Ende einer Seite am Ende eines Romans.
Seite 72 (laut E-Reader)

Sobald wir draußen sind, schaue ich hoch zum Himmel, auf diese leere blaue Fläche, und habe das Gefühl, dass sie uns wie eine Zimmerdecke in Grenzen hält.
Seite 240 (laut E-Reader)

Fazit

Mein absolutes Highlight dieses Jahr und überhaupt! Ein einfach nur großartiges Buch!

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Leseprobe
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Vielen Dank an den Thienemann-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Rezension] Tell me three things – Julie Buxbaum

Jul
19
Tell me three things Book Cover Julie Buxbaum
Tell me three things
one
29.06.2018
396
Tell me three things
Anja Malich
Buch!

Klappentext

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?

Meinung
An: Jessie A. Holmes (jesster567@gmail.com)
Von MyBookChaos (email@internet.de)
Betreff: Eure Geschichte
Ach Jessie… ich habe gerade Eure Geschichte zu Ende gelesen und bin ganz hin und weg! Das fängt ja schon beim Cover an! Perfekter könnte es gar nicht zur Geschichte passen. (Hunger auf Waffeln hatte ich übrigens ständig beim Lesen!) Da bin ich auch froh, dass der Titel von der englischen Version übernommen wurde, denn “Tell me three things” klingt doch viel besser als der ursprüngliche deutsche Titel “Absender: Glück”. Ich konnte Deine anfängliche Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Da vermisst Du nicht nur Deine verstorbene Mutter, sondern musst auch noch damit klar kommen, dass Dein Vater eine andere Frau geheiratet hat und ihr nun von Chicago nach Los Angeles ziehen musstet. Eurer Beziehung hatte das alles andere als gut getan und dementsprechend ist Euer Vater-Tochter-Verhältnis extrem unterkühlt. Das ist eine Menge auf einmal und da fängt ja die Geschichte erst an!
Denn plötzlich bekommst Du Mails von jemandem, der sich Somebody/Nobody nennt und der ganz genau weiß, wer Du bist. Diese Mail haben mir am allerbesten an der ganzen Geschichte gefallen! Schlagfertig habt ihr Euch die Mails um die Ohren gehauen und dabei noch (ganz Meta) eine Unterhaltung nur über die Betreffzeilen geführt. Das war extrem unterhaltsam. Du hattest allerdings sehr lange keine Idee, wer dahinter stecken könnte. Doch hast Du schnell gemerkt, dass es jemand Besonderes sein muss! Und bald schon ging es mit der Unterhaltung per Chat los.

Und damit ging dann auch bei mir das Rätselraten los? Wer kann Somebody/Nobody sein? Großartig hat mir gefallen, dass gerade am Anfang viele Jungs in die nähere Auswahl kamen, da hatte ich so überhaupt keine Ahnung, denn in Deinem neuen Leben tummelten sich plötzlich einige. Da gab es Theo (Deinen Stiefbruder), Ethan (der dauernd mit Batman-Shirt durch die Gegend läuft), Liam (den Sohn Deiner neuen Arbeitgeberin und Freund der größten Zicke an Deiner neuen Schule) und Caleb (der den Kilimandscharo bestiegen hat). Und mit allen hast Du, auf die eine oder andere Art, eine Verbindung. Und auch Du hattest zwischendurch jeden schon mal in der engeren Auswahl. Mir wurde allerdings nach und nach recht schnell klar, wer S/N ist. Da hast Du eindeutig auf dem Schlauch gestanden und das fand ich schade. Das ist auch leider der einzige (aber dafür recht große) Punkt, der mir an Eurer Geschichte nicht so gefallen hat. Du hast wirklich schon sehr Tomaten auf den Augen gehabt und manchmal kamst Du mir dadurch recht naiv vor. Denn mal ehrlich: Du musst doch gemerkt haben, wer es ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so total an Dir vorbeigegangen ist. Für mich war das zwischendurch schon manchmal nervig und wirkte so, als ob Eure Geschichte mit Absicht in die Länge gezogen werden sollte. Da hätte ich Dir gerne, wie jetzt, eine Mail geschrieben, um Dich auf den richtigen Weg zu schubsen.

Richtig gut hat mir allerdings gefallen, wie schnell und innig Du Dich mit Dri und Agnes angefreundet hast! Und erinnerst Du Dich noch? Ohne den Hineis von S/N, hättet ihr Euch wahrscheinlich gar nicht gefunden. Eure Freundschaft hat sich einfach nur richtig und total natürlich angefühlt und ich glaube, dass sich jeder solche Freunde wünscht. Besonders in den Momenten, in denen Gem, Liams Freundin, nichts besseres zu tun hatte, als Dich zu mobben. Und sie hat ja wirklich von der ersten Minute an, keine Möglichkeit auszulassen, um Dich zu verletzen. Ich habe wirklich mit Dir mitgelitten, freue mich aber umso mehr, dass Du Dri und Agnes als Unterstützung hattest. Das ist auch einer der Punkte, der mir so gut gefallen hat. Es wurde nämlich nicht nur erzählt, wie die Geschichte zwischen S/N und Dir verläuft. Es geht noch um viel mehr. Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, das plötzliche komplette Ändern der Lebensumstände, Mobbing, familiäre Probleme… Und das alles wurde so gut erzählt, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Ich war also voll mit dabei bei Dir und Deinem neuen Leben in Los Angeles.

Weißt Du aber auch, was mein absolutes Highlight war? Eure 3 Dinge. 3 Dinge, die der andere nicht über Euch weiß. Fast jede Mail und später fast jeden Chat habt ihr damit begonnen und es machte sehr viel Spaß, diese zu lesen.
Und deswegen bekommst Du hier jetzt meine 3 Dinge:
1. Ich hatte vorher keine Ahnung, was “waffeln” bedeutet, werde es jetzt aber nie mehr vergessen! (Vielleicht weil ich es selbst so gern mache ;) )
2. Ich würde extrem gerne E-Mail-Betreff-Meta-Unterhaltungen führen
3. Ich werde definitiv mehr von Julie Buxbaum lesen

Liebe Grüße und alles Gute für Dich und S/N!
MyBookChaos

Fazit

Dieses Buch liest sich in einem Rutsch weg und hat mich wunderbar unterhalten!

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Vielen Dank an den Luebbe-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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[Rezension] Miss Gladys und ihr Astronaut – David M. Barnett

Jul
08
Miss Gladys und ihr Astronaut Book Cover David M. Barnett
Miss Gladys und ihr Astronaut
Ullstein
28.05.2018
416
Calling Major Tom
Wibke Kuhn
Buch!

Klappentext

Die Geschichte einer unglaublichen Freundschaft!
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

Meinung
Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, manchmal auch beides gleichzeitig. Gladys und ihre Familie, genauso wie den grantigen Tom Major muss man einfach ins Herz schließen. Die Grundidee dieses Romans ist jetzt erstmal nichts Neues: Grantiger Mann, der mit der Welt an sich nicht mehr viel zu tun haben will, lernt Familie in Not kennen. Was es aber besonders macht, ist das Setting. Wir reden hier immerhin von einem Astronauten im Raumschiff auf dem Weg zum Mars! Und alleine schon diese Idee macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Gepaart mit einem trocken-ironischen Schreibstil und wunderbaren Einfällen, ist dieses Buch ein ganz besonderes Lieblingsstück von mir geworden.
Gladys und ihre Enkel James und Ellie haben es nicht leicht. Die Mutter von James und Ellie ist tot, der Vater im Gefängnis und Gladys wird langsam dement.
Das darf aber auf keinen Fall jemand mitbekommen, denn Gladys hat offiziell das Sorgerecht und was passieren würde, würde jemand herausbekommt, wie es um sie steht, will sich niemand ausmalen.
Doch nicht nur das ist das Problem, sondern auch die drohende Obdachlosigkeit, weil die Miete seit langem nicht bezahlt wurde.
Durch einen Zufall lernt Gladys dann Major Tom kennen, der gerade auf dem Weg zum Mars ist und das Schicksal nimmt zum Brüllen komisch und zum Schluchzen traurig seinen Lauf.

Besonders an diesem Buch haben mir die Charaktere gefallen. Ich habe ausnahmslos alle ins Herz geschlossen, weil jeder so liebevoll und individuell beschrieben wurde.
Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der 4 Protagonisten erzählt. Somit hat man wirklich die Chance, jeden kennenzulernen.
Besonders hat mir Ellie gefallen. Mit ihren 15 Jahren hat sie die Verantwortung für James, für Gladys und sorgt mit 3 Jobs noch dafür, dass Geld nach Hause kommt. Ich finde es großartig, wie sie mit dieser Situation umgeht. Doch was anfangs noch gut klappt, wird mit der Zeit immer schwerer und dieser Konflikt in ihr, der sich immer weiter aufbaut, bis sie irgendwann explodiert, ist einfach nur großartig beschrieben und absolut nachvollziehbar. Ich habe jede Seite mit Ellie mitgelitten und gefiebert.
Trotz seiner ruppigen und sehr unfreundlichen Art habe ich auch Tom direkt ins Herz geschlossen. Menschen findet er doof und lässt das auch jeden wissen. Dabei entstehen besonders am Anfang extrem lustige Situationen. Doch sobald man ihn besser kennenlernt und herausbekommt, wieso er ist, wie er ist, wird er gleich noch liebenswerter. Seine emotionale Entwicklung und die Einsichten, die er gewinnt, sind toll beschrieben.
Doch auch James hat mir gut gefallen. Trotz seiner kindlichen Naivität ist er nicht dumm und weiß sehr wohl, was auf dem Spiel steht. Der Autor hat es sehr gut hinbekommen, jedem Charakter etwas ganz besonderes zu geben und alle absolut glaubwürdig zu beschreiben.

Besonders gut hat mir gefallen, wie letztendlich jeder jedem hilft, ob nun beabsichtigt oder nicht. Tom braucht Gladys, James und Ellie, genauso wie die drei Tom brauchen. Sie sind gegenseitig sowas wie das Licht am Ende des Tunnels und es hat mich zutiefst berührt herauszufinden, ob letztendlich alles gut wird oder ob alles in sich zusammenbricht.

Fazit

Ein wunderbares Buch, das mich mehr als einmal laut auflachen und 2 Seiten später hat schluchzen lassen. Großartig erzählt und unbedingt lesenswert!

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Leseprobe
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Vielen Dank an den Ullstein-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Kurzrezension] Wenn Du diesen Brief findest… – Hannah Brencher

Jun
26
Wenn Du diesen Brief findest... Book Cover Hannah Brencher
Wenn Du diesen Brief findest...
Allegria
22.09.2016
368
If You Find This Letter
Carina Tessari
Buch

Klappentext

Voller Enthusiasmus zog Hannah Brencher mit Anfang 20 nach New York. Schnell fand sie sich jedoch inmitten einer unpersönlichen Welt von gestressten Menschen wieder. Aus einem Impuls heraus begann Hannah, Briefe an Fremde zu schreiben. Adressiert mit »Wenn du diesen Brief findest – dann ist er für dich«, ließ sie sie überall in der Stadt und an öffentlichen Orten zurück. Als Hannah schließlich auf ihrem Blog anbot, handgeschriebene Nachrichten zu verschicken, nahm ihr Projekt eine ganz andere Dimension an. Über Nacht explodierte ihr Postfach förmlich mit Anfragen aus aller Welt.

Hannah Brencher hat eine innovative und doch einfache Methode gefunden, die Themen Miteinander und Sinn des Lebens ganz neu und erfolgreich aufzugreifen. Sie inspiriert mit ihrer Geschichte alle, die mehr Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe in ihr Leben bringen wollen.

Meinung

Von moreloveletters.com hatte ich schon gehört und war dementsprechend neugierig, als ich hörte, dass dieses Buch heraus kommt. Der Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen. Das Buch liest sich schnell und besonders die alltäglichen Begebenheiten wurden von Hannah Brencher lebendig und überzeugend beschrieben. Die Entstehung ihrer Schreibleidenschaft war dabei auch spannend. Schon ihre Mutter hat mit den Liebesbriefen angefangen. Später schickte sie sich dann mit ihrer Freundin Celia Tagebücher hin und her und so entwickelte es sich langsam. Diese ganze Entstehungsgeschichte hat mir gut gefallen, doch letztendlich ging es zu 3/4 in dem Buch nur über die Autorin selbst und leider kaum um die Briefe. Ich hätte mir zum Beispiel mehr an konkreten Briefen gewünscht. Denn gerade das finde ich spannend. Was schreiben die Menschen, was bewegt sie? Leider waren im Buch nur wenige Beispiele zu finden. Es wirkte mehr wie eine Lobhudelei auf sie selbst als tatsächlich ein Buch über die Briefe, die ja eigentlich im Vordergrund stehen sollten.
Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat, war die extreme, fast schon fanatische Religiosität. Ich habe absolut kein Problem mit Religiosität in Büchern oder generell, aber seitenweise gab es kein anderes Thema und es war teilweise schon beängstigend, in was für einem Fanatismus das ausartete.

Lieblingszitate
Meine Großmutter hatte den gesamten Sommer über geistig verwirrt in einem Krankenhausbett gesessen. Sie war wie eine Fremde, die sich die Augen eines Menschen geborgt hatte, den ich liebte.
Seite 19 (laut E-Reader)

Im Stillen gab ich ihr ein Versprechen, von dem ich hoffte, es würde aus dem Fenster des in Richtung Süden fahrenden Zuges flattern und sich in ihren Haare verfangen.
Seite 24 (laut E-Reader)

Mir blieb das Lachen im Hals stecken. Ich ließ die letzten Reste seines erschöpften Glucksens auf den Boden aufschlagen.
Seite 36 (laut E-Reader)

Fazit

Ein stellenweise interessantes Buch von dem ich mir aber etwas Anderes erwartet hatte. Leider ging es zu viel um die Autorin als um die Briefe.

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Vielen Dank an den Allegria-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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[Kurzrezension] Teufelsgold – Andreas Eschbach

Jun
25
Teufelsgold Book Cover Andreas Eschbach
Teufelsgold
Bastei Lübbe
09.09.2016
511
Buch

Klappentext
Auf der Jagd nach dem Stein der Weisen – Wer sind die Alchemisten unserer heutigen Zeit?
Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte.
Oder öffnet er die Pforten der Hölle?
Meinung

Der Stein der Weisen… soviel hat man schon darüber gehört und ich war extrem neugierig, als ich hörte, dass sich Andreas Eschbach (dessen “Jesus Video” ich absolut liebe), sich des Themas angenommen hat. Besonders den Anfang fand ich da auch extrem spannend. Die Geschichte spielt in 2 Zeiten. Ein Strang der Geschichte, mit dem Protagonisten Hendrik, verläuft in der gegenwart, der andere spielt um 1295. Besonders die Szenen in der Vergangenheit fand ich da zu Beginn spannend, was auch der Tatsache geschuldet war, dass diese Abschnitte auch in altertümlicher Sprache geschrieben waren. So wurde ich tatsächlich richtig in die Geschichte hereingezogen. Leider wurden mir diese Abschnitte im Verlauf des Buches teilweise zu verworren und ich konnte dem ganzen nicht mehr ganz folgen. In der Gegenwart passiert aber auch Einiges. Besonders die Entwicklung von Hendrik hat mir da gut gefallen. Die geht nämlich mal nicht aufwärts, sondern Seite für Seite abwärts. Man bekommt praktisch live mit, wie die Spirale für ihn immer weiter nach unten geht.
Gut hat mir gefallen, wie dann beide Handlungsstränge am Ende zusammen kommen, was auch noch einige offene Fragen geklärt hat. Das Ende als solches kam mir aber zu plötzlich und war auch recht unspektakulär, da hätte ich mir eindeutig mehr erhofft.

Lieblingszitate

Die Worte fielen in das umfassende Schweigen wie Kiesel in das Wasser eines spiegelklaren Sees, lösten Wellen aus, die sanft verliefen.
Seite 399 (laut E-Reader)

Fazit

Alles in Allem hat mich das Buch zwar unterhalten, hat sich aber, besonders zum Ende hin sehr gezogen.

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Vielen Dank an den Bastei Lübbe-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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[Kurzrezension] Liebe … noch nicht zugestellt – Ellie Cahill

Jun
25
Liebe ... noch nicht zugestellt Book Cover Ellie Cahill
Liebe ... noch nicht zugestellt
LYX
09.09.2016
299
Call me maybe
Stephanie Pannen
Buch

Klappentext

CALL ME, MAYBE? Den Uniabschluss frisch in der Tasche befindet sich Clementine Daly auf dem Weg nach Kalifornien, als sie am Flughafen buchstäblich in den Schoß eines Fremden stolpert. In dem darauffolgenden Durcheinander verwechselt sie sein Handy mit ihrem eigenen und steckt es ein. Als Clem den Fehler bemerkt, liegen zwischen ihr und Justin Mueller bereits Tausende von Meilen. Clem und Justin beginnen sich Nachrichten zu schreiben und lernen einander immer besser kennen. Und bald schon geht das, was zwischen ihnen passiert, weit über harmloses WhatsApp-Flirten hinaus … Doch was passiert, wenn sie sich wieder wahrhaftig gegenüberstehen?

Meinung

Clem ist wunderbar! Sie liest im Durchschnitt 1 Buch pro Tag und hat einen Buchblog. Muss ich noch mehr sagen? Allein schon wegen ihrer Lesesucht (siehe auch 2. Zitat) habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Aber auch sonst ist sie extrem sympatisch. Ihre Familie ist reich, durch alten Geldadel, aber sie hat keine Ambitionen in die Fußstapfen ihrer Familie zu treten. Was sie mit ihrem Leben anstellen will weiß sie nämlich noch nicht so genau, trotz ihres Abschlusses in Geschichte und englischer Literatur. Gut hat mir hier gefallen, dass der Druck, der auf ihr lastet, so gut dargestellt wurde. Ihre Großeltern haben große Erwartungen an sie und das erdrückt sie einfach nur. Überhaupt geht es in der Geschichte sehr viel um ihre persönliche Entwicklung und ihre inneren Dämonen. Davon hat sie nämlich, dank eines Oben-Ohne-Fotos, so einige. Ihr Exfreund hat sie damit erpresst und wenn man bedenkt, aus was für einer Familie sie kommt, ist klar, dass das zu großen Problemen führte. Dieser ganze Teil hat mir richtig gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, einen wirklichen Einblick in Clems Gefühlswelt zu bekommen und finde es großartig, wie sie im Laufe der Zeit gewachsen ist.
Doch natürlich gibt es da auch noch Justin, den sie kennen lernt, weil Handys vertauscht werden. Schnell beginnen die Beiden zu schreiben und zu telefonieren. Und da hätte ich mir gewünscht, dass es nicht ganz so schnell geht. Schon bald haben sie das erste Mal Telefonsex und kurz danach treffen sie sich zum ersten Mal. Gerade auch in Anbetracht des Klappentextes hatte ich gehofft, dass die Phase des Schreibens länger dauern würde. Die Verbindung zwischen den Beiden hat mir aber gut gefallen.

Lieblingszitate

Ich wusste zwar noch nicht so genau, was ich aus meinem Leben machen wollte, aber ich hatte bereits alles ausgeschlossen, was ein Damenkostüm und Stöckelschuhe voraussetzen würde.
Seite 11 (laut E-Reader)

Unter der Dusche las ich die Inhaltsangaben von Shampooflaschen, beim Frühstücken die Rückseite der Cornflakes-Packungen und im Restaurant jeden einzelnen Punkt auf der Speisekarte.
Seite 14 (laut E-Reader)

Fazit

“Liebe … noch nicht zugestellt” ist eine unterhaltsame Geschichte über eine buchverrückte Chaotin.

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Vielen Dank an den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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[Kurzrezension] Museum of Heartbreak – Meg Leder

Jun
25
Museum of Heartbreak Book Cover Meg Leder
Museum of Heartbreak
cbj
25.07.2016
320
Museum of Heartbreak
Henriette Zeltner
Buch

Klappentext

Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 16-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.

Meinung

Die Idee das Buches finde ich großartig und sie wurde von der Autorin auch gut umgesetzt. Man merkt allerdings, dass das Buch eher für das jüngere Publikum geschrieben ist, was meiner Leselaune aber keinen Abbruch tat. Penelope als Charakter hat mir gut gefallen, auch wenn sie an einigen Stellen schon sehr naiv war. Eph und Audrey, ihre beiden besten Freunde, hingegen haben mir am Besten gefallen. Besonders Eph habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil ist wunderbar und zwischenzeitlich auch sehr lustig. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Meg Leder bestimmte Dinge beschrieben hat (siehe auch die beiden Zitate). Ihr flüssiger und unterhaltender Schreibstil hat es mir sehr einfach gemacht, in das Buch zu finden (auch wenn der Beginn mit den Dinosauriern doch recht seltsam war).
Gut gefallen haben mir auch die vielen Anspielungen. Ich mag es nicht, wenn in Büchern Dinge nicht beim Namen genannt werden. Wenn da aus den Spice Girls die Gewürzmädchen werden oder Nutella mal schnell zur Nuss-Nougat-Creme, würde ich am liebsten gleich aufhören zu lesen. Das ist in diesem Buch aber zum Glück nicht der Fall. Da gibt es Anspielungen auf Buffy, Twin Peaks, Penelope liebt KitKat Dark und so weiter. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das bringt mich tiefer in die Welt des Buches.
Dennoch hat mir letztendlich das Besondere an diesem Buch gefehlt. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch hatte ich mir letztendlich mehr erwartet.

Lieblingszitate

Ich besaß 8 linke Füße – ich war wahrlich ein Oktopus der gehemmten Bewegung, wenn Musik erklang.
Seite 39

Jede Nervenbahn in meinem Körper war ein Sonnensystem mit Sternen, Explosionen, Licht und leuchtenden Monden.
Seite 111

Fazit

“Museum of Heartbreak” ist ein kurzweiliges Buch, das mich zwar unterhalten hat, aber nicht ganz überzeugen konnte.

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Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Kurzrezension] Die einzige Art, Spaghetti zu essen – Nicole Brausendorf

Jun
25
Die einzige Art, Spaghetti zu essen Book Cover Nicole Brausendorf
Die einzige Art, Spaghetti zu essen
Ullstein
12.08.2016
480
Netflix

Klappentext

Als die siebzehnjährige Liv mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt an der Elbe zieht und eigentlich nichts als Einöde erwartet, kommt alles Schlag auf Schlag: Ihre neue Freundin Nessie wird ungewollt schwanger, und der Bad Boy Felix verliebt sich Hals über Kopf in sie. Er kutschiert sie mit seinem Motorrad, wohin sie will, tut alles, um ihr zu gefallen. Doch da gibt es noch jemanden: Leo ist Keyborder einer Coverband, und seit dem ersten Live-Auftritt der Jungs will Liv nur noch in seiner Nähe sein. Leo kann nicht glauben, dass Liv ihn wirklich liebt; er ist blind. Die Anziehung zwischen den beiden ist stark, aber die Widerstände gegen ihre Liebe sind groß …

Meinung

Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Prinzipiell hat es mir gut gefallen und besonders die Anziehung zwischen Liv und Leo ist extrem gut spürbar. Man merkt, wie bei den Beiden die Funken sprühen und dass sie sich wirklich gesucht und gefunden haben, auch wenn mir die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen den Beiden zu schnell geht. Leo war mir auch von allen Charakteren am sympatischsten. Überhaupt nicht warm geworden bin ich allerdings mit Felix. Was der in dem Ganzen sollte, habe ich nicht verstanden. Zwischen ihm und Liv gibt es keinerlei Anziehung. Da passiert nichts. deshalb verstehe ich nicht, warum Felix überhaupt in die Geschichte gebracht wurde. Er wirkt wie ein Störfaktor, der nur Mittel zum Zweck ist, damit Konflikte in dem Liv-Leo-Felix-Dreieck entstehen können und das finde ich sehr schade. Wäre hier die Beziehung zwischen Felix und Liv besser von der Autorin ausgearbeitet worden, hätte sich das Ganze auch mehr und “harmonischer” in die Geschichte eingebunden.
Weiterhin haben mir leider auch die Dialoge nicht so gut gefallen. Einige waren schon sehr eigentümlich. So würde, meiner Meinung nach, niemand in dem Alter reden. Es wirkte sehr konstruiert und teilweise viel zu hochgestochen und pathetisch.

Lieblingszitat

Endlich brachte ich ein piepsiges “Hi” über die Lippen, nachdem ich mich an einer großen Flasche Neid sattgetrunken hatte.
Seite 22 (laut E-Reader)

Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Geschichte zwischen Liv und Leo hat mir gut gefallen, der Rest drumherum leider nicht.

Buchwolke

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Vielen Dank an den Ullstein-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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[Kurzrezension] Ich und die Walter Boys – Ali Novak

Jun
25
Ich und die Walter Boys Book Cover Ali Novak
Ich und die Walter Boys
cbj
08.08.2016
448
My Life with the Walter Boys
Michaela Link
Buch!

Klappentext

Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Mit einer Lawine unvorhersehbarer Ereignisse: 1. Jackie steht plötzlich alleine da. 2. Sie muss zu ihrer Vormundfamilie, den Walters, nach Colorado ziehen. 3. Die Walters haben nicht nur Pferde, sondern auch zwölf Söhne! Mitten in der Pampa, allein unter Jungs von 6 bis 21, für die Privatsphäre ein Fremdwort ist, lautet Jackies erster Gedanke: Nichts wie weg. Und ihr zweiter: Moment … ein paar der Kerle sehen unfassbar gut aus!

Meinung

Jackie war mir von Anfang an sehr sympatisch. Obwohl sie aus einer komplett anderen Welt (ohne ordinären Jeans, dafür aber mit Privatschule) kommt, ist sie von Anfang an sympatisch. Das mag auch daran liegen, dass es gar nicht anders geht, als mit ihr mitzufühlen. Ihre komplette Familie ist tot und nun muss sie bei einer Freundin ihrer Mutter unterkommen. Wäre vielleicht gar nicht so schlimm, würde sie nicht mitten in der Pampa wohnen und dazu auch noch 12 Söhne haben. Jackie schlägt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten aber wunderbar und es machte mir sehr großen Spaß, die ganze Bande zusammen mit ihr kennen zulernen.
Das wurde auch brillant dadurch vereinfacht, dass jeweils auf der Innenseite des Vorder- und Rückcovers eine Übersicht mit allen Jungs zu finden ist. Da werden sie kurz vorgestellt, so dass man auch zwischendurch mal schnell nachsehen kann, wer da eigentlich wer ist.
Dieses fiel mir aber schnell sehr leicht, denn die Autorin hat es geschafft, allen Akteuren in diesem Buch einzigartige Persönlichkeiten zu geben. Und das ist nun wirklich nicht einfach, bei der großen Anzahl an handelnden Personen.
Auch die Beziehungen untereinander hat Ali Novak wunderbar dargestellt. Es war großartig, mitzuerleben, mit wem Jackie sich anfreundet und zwischen wem da dann vielleicht doch Funken fliegen.
Funken sind auch ganz besonders bei den Dialogen geflogen. Die sind herrlich schlagfertig und haben mich oft laut auflachen lassen.

Lieblingszitat

Die weißen Laken über den Möbeln, die sie vor Staub schützen sollten, schienen auch meine Gedanken und Erinnerungen in Schach zu halten.
Seite 11

Fazit

“Ich und die Walter Boys” ist ein wunderbares Sommerbuch und liest sich am Stück weg.

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Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.

 

[Kurzrezension] Winterzauber in New York – Julia K. Stein

Jun
25
Winterzauber in New York Book Cover Julia K. Stein
Winterzauber in New York
impress
01.12.2016
278
Buch!

Klappentext

**Die Eisprinzessin und der Sonnyboy**
Das ganze Semester über hat sich Hannah auf diesen Moment gefreut: Endlich kann sie das amerikanische College verlassen und mit ihrer Familie in Deutschland Weihnachten feiern. Doch ausgerechnet am 23. Dezember werden in New York wegen eines Schneesturms alle Flüge gestrichen und Hannah sitzt fest – in der angeblich aufregendsten Stadt der Welt, aber leider ohne Geld und ohne Bleibe. Zu allem Übel trifft sie dort auf Kyle, den schlimmsten Womanizer des ganzen Colleges, der das gleiche Problem hat wie sie. Während der Schnee die Stadt allmählich in einen Eispalast verwandelt, wird ihnen klar, dass sie die nächsten Stunden gemeinsam verbringen müssen. Doch so wenig die beiden miteinander anfangen können, so sehr sind sie sich in einer Sache einig: Weihnachten muss gefeiert werden, egal wo man ist…

Meinung

Dieses Buch macht extreme Lust auf New York. Und Schnee. Und New York im Schnee. Schon immer war das für mich etwas magisches… New York im Winter. Und dieses Buch befriedigt so ziemlich alle meine romantischen Fantasien, was ein verschneites New York angeht. Die Geschichte wird abwechselnd aus Hannahs und Kyles Sicht erzählt, die sich am Flughafen treffen, wo sie beide feststellen müssen, dass ihre Flugzeuge, für Hannah nach Deutschland und für Kyle nach Barbados, wegen eines Schneesturms nicht fliegen. Und so kommen die Beiden ins Gespräch und sich somit auch näher. Die Dialoge zwischen den Beiden haben mir großartig gefallen. Sie waren ironisch, sarkastisch, aber auch ernst. Ungekünstelt und natürlich. Es war wunderbar, Hannah und Kyle dabei zu beobachten, wie sie sich fast schon unschuldig annähern. Satz für Satz kommen sie sich näher und man merkt bei Beiden schnell, dass da mehr ist, als sie zugeben wollen.
Lediglich der unvermeidliche Konflikt wirkte etwas konstruiert und schien nur des Konflikts willen da zu sein.

Fazit

Eine zuckersüße Liebesgeschichte, die perfekt in die Weihnachtszeit passt. Ein richtiges Wohlfühlbuch!

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Vielen Dank an den impress-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Das Copyright des Covers und des Klappentextes liegt beim Verlag.